Für das Ausstellungsprojekt „Die absurde Schönheit des Raumes“ haben sich sieben junge Künstlerinnen und Künstler mit der Galerie der Gegenwart als »Resonanzraum« für die Entwicklung und Präsentation von Kunst beschäftigt:

Der strahlend weiße Gebäudekomplex der Hamburger Kunsthalle des Architekten Oswald Mathias Ungers mit seiner streng durchkomponierten quadratischen Formgebung im Inneren und Äußeren ist die Bezugs- und Inspirationsquelle für teils eigens für das Museum entstandene Arbeiten. 

 

Franziska Reinbothe, Ohne Titel, 2020; Hüftbruch, 2016; Flächenbrechung means anger, 2013; Ohne Titel, 2019; 
Opi mit Stock, 2013 (v.l.n.r.)Copyright photo: Fred Dott, Hamburg

 

Die Spannweite der künstlerischen Positionen ist medial vielfältig: Sie reicht von collagenhaften Raumgefügen aus Gemälden und Tierpräparaten; über ein individuell an den Raum angepasstes Videoprojektionsmapping, das die Besucherinnen und Besucher choreografisch miteinbezieht, karibisch anmutende Installationen, in die zum Eintauchen und zur Interaktion eingeladen wird, bis hin zu neuen malerischen Dimensionen, bei denen Arbeiten aus Transformationsprozessen entstanden sind, die die Grenzen zur Bildhauerei verwischen.

Dana Greiner, Lüde in VII Ekcten, 2020 | Installationsansicht Hamburger Kunsthalle, 2020 – Courtesy die Künstlerin, Foto: Fred Dott

 

Fasste bis Anfang des 20. Jahrhunderts der Rahmen ein Gemälde, ist es heute der Raum, der ein künstlerisches Werk umfangen kann und damit völlig neue Dimensionen erschließt. Die vornehmlich als »Raumkunst« zu begreifenden Positionen folgen dem Prinzip des »offenen Kunstwerkes«, bei dem die Produktion, Interpretation und Betrachtung in einer fließenden Beziehung zueinander stehen. 

 

Sol Calero, Casa de Cambio, 2016, Copyright photo: Fred Dott, Hamburg – Installationsansicht Hamburger Kunsthalle, 2020

 

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:

Jan Albers, Sol Calero, Dana Greiner, Dominik Halmer,
Franziska Reinbothe, Helga Schmidhuber und Claudia Wieser

Kuratoren: Prof. Dr. Alexander Klar (Direktor Hamburger Kunsthalle)
und Jan Steinke (Wissenschaftlicher Volontär)

Hamburger Kunsthalle · bis 7. März 2021

X
X