Die Künstlerin Y’akoto hat eine starke Beziehung zum Wasser, zum Meer und zu seiner unbändigen wie aufweckenden Kraft.

„Wenn ich am Meer bin und mich eine Welle umhaut“,

sagt Y’akoto, die als Kind in der ghanaischen Hafenstadt Tema aufwuchs und heute zwischen ihrer Wahlheimat Hamburg und den Metropolen der Welt pendelt,

„dann fühlt sich das an, als ob ich eine Ohrfeige von meinen Intuitionen bekomme“.

Diese Art von unsanfter Intuition: Sie steckte schon immer in Y’akotos weltläufiger Musik, die sich nie scheute, aufzurütteln, aufzuwecken, anzuecken.

Das Meeres-Motiv beflügelt nun eine neue Sammlung von Songs: „Mermaid Blues“ heißt Y’akotos neues, drittes Album. Y‘akoto hat sich mit Mythologie und Geschichte der Meerjungfrau beschäftigt, die als höchst selbstbestimmt und unberechenbar gilt. Eigenschaften, die auch Y’akoto zugeschrieben werden können. So wurde ihre dunkle, ausdrucksstarke Stimme schon mit denen der Jazz-Ikonen Nina Simone und Billie Holiday verglichen.

Für ihr neues Album scheut sich die Tochter eines ghanaischen Musikers und einer deutschen Politologin nicht, Dinge zu hinterfragen und neugierig zu bleiben. Der Wille, sich an seinen inneren Widersprüchen aufzureiben, prägt „Mermaid Blues“ – ihr Repertoire reicht von feinsinnigen Balladen bis zu starken Frauenchören. In den kommenden Monaten zeigt Y’akoto ihr Können live: Am 19. August kommt sie auf die Freilichtbühne im Stadtpark Hamburg.