TANGO sprach mit Opernsängerin Manuela Uhl

 

Frau Uhl, was bringt Sie zum Lachen? Eher Unfreiwilliges und Alltägliches als klassische Witze, ich mag kleine Schlagfertigkeiten.

Ihr letztes Urlaubsziel? Mein letztes Reiseziel hat mich beruflich im März nach Madrid geführt. Privat starten wir im Sommer mit unserem Segelboot stets für mehrere Wochen in Richtung Dänemark und Schweden. Fernreisen locken mich weniger, weil ich so viel beruflich reise.

Wo geht es als nächstes hin? Im Mai/Juni bin ich zum dritten Mal in Tokyo, dort singe ich an der Seite von Klaus-Florian Vogt die Elsa in Wagners „Lohengrin“. Im Herbst steht Sao Paulo in Brasilien auf dem Reiseplan, dazwischen aber wieder unser langer Sommertörn.

Ihr Lieblingsbuch? Als Kind „Struwelliese“ und „Häschenschule“. Als Teenager mochte ich alles von Hesse, besonders der „Steppenwolf“ hat mich sehr beeindruckt. Heute kann ich mich schwer auf ein Lieblingsbuch festlegen. Vielleicht Tolstois „ Anna Karenina“, Dostojewskis „Die Brüder Karamasow“, Thomas Manns „ Tonio Kröger“ und Shakesperes „Hamlett“.

Und was lesen Sie zur Zeit? Ich bin gerade fertig mit dem „Tagebuch der Anne Frank“. Ich habe es zum Auffrischen das dritte Mal gelesen, da ich Ausschnitte aus Gregori Frids gleichnamiger Oper beim Brahmsfestival singen werde. Parallel habe ich Harald Martensteins „Heimweg“ gelesen. Nun beginne ich Donna Tarts „Der Distelfink“.

Welche Art Musik hören Sie gerne?
Wenn mein ältester Sohn Horn spielt, mein jüngster Klarinette und mein mittlerer mir Stücke vorspielt, die ihn besonders berühren. Mir fällt es schwer, Musik nebenbei zu hören.

Wie verbringen Sie am liebsten einen freien Tag?
Mit meiner Familie, egal was ich mit ihnen unternehme – Buddeln im Garten, Segeln in Dänemark, große Spaziergänge …

Ohne was würden Sie morgens das Haus nicht verlassen? Hoffentlich nicht ohne den Hausschlüssel (das kommt leider öfters vor…), und mein Handy ist mir auch wichtig, weil ich in diesem Beruf schnell erreichbar sein muss.

Ihr bzw. ein persönlicher Glücksfall?
Ich kann meinen Beruf und mein privates Leben mit Kindern und Mann so wunderbar kombinieren. Wir reisen viel zusammen, lieben aber auch unser Haus in Mönkeberg und die Zeit auf dem Boot.

Ihr Lebensmotto? „Was auch geschieht, mach das Beste daraus.“

Gibt es einen Traum, den Sie sich unbedingt erfüllen möchten?
Gesund alt werden mit meinen Lieben.

 

 Fotos:  Dirk Pollzien, Beate Kazimirowicz, s. Fischer verlage, Katharina Wieland Müller,/ pixelio.de