Reiner Seliger zeigt Werke aus Bruch von Ziegel, Marmor, Kreide, Glas oder Beton. Der Freiburger Künstler schafft aus Bauschutt und scheinbar unbrauchbarem Bruchmaterial Skulpturen und Objekte, die er stets in Bezug zum Raum setzt.

Durch Stapelung und Neuordnung entstehen organische Formen, dreidimensionale Körper und wirkungsstarke Plastiken.

Künstler Reiner Seliger
Foto: Benno Riffel

Seliger hat zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in großen internationalen Häusern vorzuweisen und zeichnet sich durch sein globales Schaffen aus. Seine Arbeiten wurden von namhaften Galerien auf renommierten Kunstmessen wie der Art Cologne, Art Basel, Art Karlsruhe, Art Central Hong Kong und der Art Fair Sydney Contemporary vertreten. Besonders präsent auch seine Skulpturen im Außenraum, beispielsweise im Luisenpark Mannheim, an der Universität Nicciosa auf Zypern sowie der Stiftung GGN in Zürich. Die Galerie Borchardt in Hamburg zeigt aktuell eine vielseitige Einzelausstellung zum Werk Seligers mit Objekten und Installationen. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Booklet mit Text von Dr. Martin Stather.

Vita

Reiner Seliger wurde 1943 in Löwenberg in Schlesien, dem heutigen polnischen Lwówek Slaski, geboren. Die Familie zog 1952 nach Düsseldorf, wo er bis 1970 lebte. Er studierte bis 1969 Industrial Design in Essen und nahm bereits 1967 an der Weltausstellung EXPO 67 in Montreal teil. Nach Beendigung des Studiums lehrte er zunächst in Indien. Danach arbeitete Reiner Seliger als freischaffender Künstler in London, Mailand und Florenz, von 1976 – 1980 wieder in Düsseldorf. Heute lebt und arbeitet Reiner Seliger in Freiburg sowie Castello di Montefioralle in Italien.

Reiner Seliger, Marmorkugel, 2009, ca. 40 x 40 cm

Zum Werk

Aus dem Text „Tall Tower“ zum plastischen Werk Seligers: „Reiner Seligers Arbeiten sind immer im Fluss – neue Materialien bedeuten neue Möglichkeiten, neue Formen des Ausdrucks. Dabei bleibt er seinem ursprünglichen gestalterischen Impuls stets treu und einmal gefundene Formen tauchen in seinem Werk daher wiederkehrend auf. Die Freiheit beim Schichten seiner Werke ist ihm von zentraler Wichtigkeit, eine Wasserwaage findet sich nicht in seinem Werkzeugkasten. Spontaneität und überzeugende Einfachheit kennzeichnen das Werk eines Künstlers, der seinen Weg konsequent und mit seltener gestalterischer Frische verfolgt.“
– Dr. Martin Stather, Kunsthistoriker, Ausstellungsleiter des Mannheimer Kunstvereins

galerie-borchardt.de

Fotos: Reiner Seliger, HeidelbergCement AG / Benno Riffel, Galerie Borchardt